Ich habe mich wieder auf den Webseiten der EKH-Kunden herumgetrieben und folgend nette Beschreibug zu den Räuchermännern gefunden:
Zu einem rechten Weihnachten gehört immer der Duft von Räucherkerzen. Schon früh ließ man sie in einem Gefäß glühen und rauchen.
Erst das 19. Jh. ließ mit der aufkommenden Sitte des öffentlichen Rauchens die Figur des Mannes mit der Pfeife im Mund volkstümlich werden.
Das reizte die erzgebirgischen Spielzeugmacher zur Nachgestaltung. So wurde der hohl gedrechselte Körper zum Rauchkessel für die glimmenden Weihrauchkerzen, der Rauch kringelte aus der runden Mundöffnung.
Dabei übertrugen die erzgebirgischen Spielzeugmacher die âgemütlicheâ Funktion des Rauchens, in den frühen Formen der Räuchermänner nur den âeinfachenâ Menschen aus dem dörflichen Alltag.
Kurt Arnold Findeisen, ein Heimatschriftsteller des Erzgebirges, hat den Rastelbinder in einem Gedicht verewigt:
Der Rastelbinder
Der Rastelbinder: Servus, Vater, Mutter, Kinder!
Die Kinder: Guten Tag, Herr Rastelbinder!
Der Rastelbinder:
Mausifalli, Rattifalli,
alles, was Sie haben wollen,
Pfännle, Töpflr, Näpf’ und Tiegel,
Stürzen, Löffel, Kleiderbügel.
Einzustricken Form und Faß.
Gute Mutter kauf sie was!
Die Mutter:
Mäuslein ist ins Garn gegangen,
Ratte hat der Spitz gefangen.
Nichts zersprungen,
nichts zerbrochen,
dreizehn glatte Töpf’ zum Kochen
reichen noch bis nächsten Winter,
brauchen nichts, Herr Rastelbinder.
Hier geht es zum Rastelbinder.