Ausstellung “Gottfried Rothe in Familie” eröffnet

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Gottfried Rothe im Gespräch

Gottfried Rothe im Gespräch

PRESSEMITTEILUNG

Ausstellung “Gottfried Rothe in Familie” ab 26. November im Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz

Am 26. November diesen Jahres eröffnete Oberbürgermeisterin Barbara Klepsch im Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz eine neue Ausstellung. Unter dem Titel “Gottfried Rothe in Familie” sind verschiedene szenische Darstellungen zu sehen. Wer dabei jedoch eine klassische Weihnachtsaustellung erwartet, wird sich nicht bestätigt finden. Gottfried Rothe stellt seine Figuren aus, mit denen er schon jahrelang zusammenlebt. Sie bilden für ihn eine Familie. Als Sammlung im ursprünglichen Sinn möchte er sie nicht bezeichnet wissen. Bei einer solchen, so Rothe, sei der Sammler bestrebt, diese zu komplettieren. Das trifft auf die Figurenfamilie des Künstlers nicht zu. Sie wird nie vollständig sein. Er findet oder kauft Dinge, reißt sie aus ihrem gedachten Gefüge und bringt sie mit anderen Gegenständen in einen neuen Zusammenhang. Rothe legt dabei kein Augenmerk auf den Stil der Figuren, ihren Preis, das Material oder ihren Hersteller.
Ist es seiner Meinung nach ästhetisch und wertvoll, entsteht ein neues Werk. Oftmals lässt er sich von den Figuren und Szenen inspirieren. Die daraus entsprungenen Zeichnungen und Gemälde sind ebenfalls Teil der Installationen. Es ist dem Künstler ein Anliegen, dass man Dinge wertschätzt, auch wenn kein mehrstelliger Geldbetrag dahinter steht. Was dem Einzelnen wertvoll ist, legt jeder für sich selbst fest. Ein geschnitzter Bergmann oder ein Stock aus dem Wald, beides kann für einen Menschen mehr oder weniger von Bedeutung sein. Rothe spricht davon, dass etwas Selbstgemachtes unbezahlbar sei. Der Besucher wird deshalb keine Preisschilder in der Ausstellung finden. Rothe ist überzeugt, dass man mit den Figuren leben muss, wenn man sie für sich entdeckt hat. Er hat nicht
die Absicht, sie zu verkaufen. Gerne vergleicht er den Besuch der Ausstellung mit dem Besuch in seiner Stube. Zu Hause käme er sich vor wie sein eigener Museumsdirektor, sagt der Künstler. Dadurch gibt er eine Menge über sich preis. Der Betrachter soll sich durch die Werke ein Bild von ihm machen können. Außerdem will der ehemalige Kunsterzieher das Erzgebirge in ein neues Licht rücken. Zitat: “Wir sind nicht nur ein Volk von Schnitzern und Bergmännern”. Allerdings weist er als Erzgebirger darauf hin, seine Wurzeln zu ehren und diese keinesfalls zu vergessen. Für Rothe ist es aber von Bedeutung, die neue, moderne Kultur des Erzgebirges in die Kunst einzubeziehen. Der Begriff “Volkskunst” sei sonst sinnentfremdet. Seine Ausstellung soll das lebendige Erzgebirge abbilden. Die liebevoll
zusammengestellten Szenenbilder in Kombination mit der Kunst von Gottfried Rothe sind tiefgründig und nicht auf den ersten Blick zu durchschauen.
Bis zum 27. Februar 2011 sind die einzigartigen Darstellungen in 18 Vitrinen im Erzgebirgsmuseum ausgestellt. Ein Besuch ist in jedem Fall lohnenswert.

Im Auftrag Daniel Roscher – Auszubildender, derzeit tätig in der Pressestelle der Stadt Annaberg-Buchholz
:

(Videolink)

Foto und Video: Thomas Jacobi

© 2010, Thomas Jacobi. All rights reserved.

Autor: Thomas Jacobi

Ich bin ein Ureinwohner Annabergs, hier geboren, nie weg gezogen...

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