Archiv für die Kategorie 'Bergwerke'

Jul 11 2011

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Eine kleine Radtour im Erzgebirge

Am Wochenende ging es in den Wald. Dort finden wir Ruhe und Entspannung und sehen immer wieder Neues. Das Greifenbachtal, gelegen zwischen Ehrenfriedersdorf und dem Geyrischen Teich ist wunderschön und bietet einen reichen Schatz an Erlebnissen. In den vergangenen Jahren sind die Mundlöscher der alten Bergwerke erneuert worden, besonders schön finde ich ja die neue Brücke über den Bach am Garisch-Gegentrum-Stolln. Ein wenig Holz und ein paar Steine, so einfach geht das mit moderner Bautechnik ;-)

Unser Startpunkt war des Freizeitbad Greifensteine, dort gibt es einen großen Parkplatz. Gleich dahinter geht es in den Wald und bis in das Greifenbachtal immer bergab. Und wie wir sehen werden, von da unten bis zu den Greifensteinen immer bergauf. Auf ausgedehnten Wanderwegen kann der Wald erfühlt werden, der Bach rauscht und murmelt und die Zeugnisse längst vergangener Tage lassen doch das Gemüt erschauern. Der Gedanke, bei Wind und Wetter rund um das Jahr in den Wald zu müssen um dort bis zu 14 Stunden im Schacht zu arbeiten -- den Jungs von damals gebührt meine aufrichtige Anerkennung. Heute schaut sich das so einfach an, früher hingen ganze Familien an dem kargen Lohn der Erzgewinnung.
Auf den Greifensteinen finden gerade die Greifenstein-Festspiele statt. Das Naturtheater bietet dazu eine unglaubliche Kulisse und der Spielplan reicht noch bis zum 28.08.2011.

Winterstein-Theater: 03733 -- 1407131
Tageskasse der Touristinformation an der Naturbühne: 037346 -- 6870
Tageskasse direkt an der Naturbühne: 037346 -- 1318

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Jun 05 2011

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Die Binge am Geyersberg in Geyer

Wenn Sie einen wunderbaren Wochenendausflug machen wollen, dann empfehle ich das Bergwerk “Die Binge” in Geyer. Hier können Sie Ruhe und Entspannung finden. Die Anlage ist überschaubar groß und gut zu Fuß zu bewältigen. Das Schuhwerk sollte aber fest zum Wandern sein.

Hier finden sie eine ungewöhnliche Form des Bergbaus. Es wurden Hohlräume in den Berg getrieben und mittels Feuer wurde das Erz gewonnen. So entstanden Hohlräume von bis zu 40 Meter Durchmesser und bis in 35 Meter Höhe. Die sogenannten “Brennörter” können Sie noch heute sehen. Hauptsächlich Zinn wurde aus dem Berg geholt und davon etwa 1,8 Mio Tonnen.

Wer nach dem Rundgang Hunger und Durst verspürt, kann im Huthaus zu Speiß und Trank einkehren, oder im Freigelände mit Blick auf die Binge, ein gutes erzgebirgisches Bier genießen.

Die Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in GeyerDie Binge am Geyersberg in Geyer

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Jul 23 2010

Profile Image of Thomas Jacobi

Mineralienbörse und Bergfest am Wochenende

Wem es durch den Regen und das Gewitter jetzt etwas zu kalt für das Freibad geworden ist, für den gibt es am kommenden Wochenende zwei Events in unserer Kreisstadt:
PRESSEMITTEILUNG

Lebendige bergmännische Traditionspflege in Annaberg-Buchholz
15. Internationale Mineralienbörse am 24. und 25. Juli

Annaberg-Buchholz (MF) Am kommenden Wochenende werden in der einstigen Silberstadt Annaberg-Buchholz erneut Schätze gehoben. Anlass ist die Internationale Mineralienbörse, die in diesem Jahr am 24. und 25. Juli in das Sportzentrum Silberlandhalle an der B 101 einlädt.
Der Zauber wunderbarer Minerale, edler Steine, schillernder Kristalle, seltener Fossilien und außergewöhnlicher Schmuck-Kreationen prägt die gesamte Schau.
In diesem Jahr sind die Besucher zur 15. Ausgabe eingeladen. Am Samstag öffnet die Mineralienbörse von 9 bis 17 Uhr, am Sonntag von 10 bis 16 Uhr ihre Pforten. Knapp 2.000 Besucher wurden in den vergangenen zwölf Jahren im Durchschnitt pro Veranstaltung begrüßt.
Innerhalb von 15 Jahren hat sich die Börse in Annaberg-Buchholz einen ausgezeichneten Ruf beim Fachpublikum und bei Bergbau-Laien erarbeitet.

Insgesamt 82 Aussteller und Hobbysammler aus zehn Ländern, darunter aus ganz Europa,
aus Afghanistan, Marokko, Pakistan und der Himalaya-Region präsentieren auf 1.200 Quadratmetern ungezählte Mineralien, Schmuck, Fachliteratur, Bergbauutensilien und Sammlerzubehör.
Einheimische Mineralien aus dem Erzgebirge stoßen dabei meist auf besonderes Interesse. Der große Reichtum der Region an montanhistorisch bedeutenden Mineralien ist an wunderbaren Stufen, Aufschlüssen und attraktiven Schliffen ganz konkret in Augenschein zu nehmen. Erze wie Silber, Nickel, Kobalt, Zinn, Eisen u. a., deren reiche Vorkommen auch zur Gründung der Städte Annaberg und Buchholz führten, gaben dem Erzgebirge seinen Namen.

Neben den Mineralien aus dem Erzgebirge verblüfft die Vielfalt der weltweit vorkommenden Steine und Produkte immer wieder die Besucher. Beispiele dafür sind riesige Amethyste aus Brasilien, Opale aus Australien und Mexiko, alpine Mineralien sowie exotische Steine aus Asien und Afrika. Tausende Exponate können besichtigt und erworben werden.
Die jährliche Sonderausstellung steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Unser Hobby – Sammelleidenschaft rund um die Welt der schönen Steine“. Beleuchtet wird das ganze Spektrum der Mineralienkunde, wie z. B. Film und Fotografie, Werkzeuge, Geleuchte, Risskunde, Ehrenzeichen, Mineralienbriefmarken, Gesteins- und Mineraliensammlungen sowie Farben und Kristallformen von Mineralien.

Mit etwas Glück kann der eine oder andere Schatz an der Tombola gewonnen werden. Kostenlose Parkplätze stehen unmittelbar an der B 101 an der Silberlandhalle zur Verfügung.

Träger der Veranstaltung sind die Mineralienfreunde Oberes Erzgebirge e. V..
Kontakt: Ralf Lehm, Am Flößgraben 7, 09456 Annaberg-Buchholz, Tel (03733) 2 67 33
Steffi Fischer-Joch, Tel./Fax.: (0371) 25 2245

Bergfest Frohnau am Ort des 1. Silberfundes am 25. und 26. Juli

Bergmännische Traditionspflege in ihrer schönsten Form ist am gleichen Wochenende im Annaberg-Buchholzer Ortsteil Frohnau zu erleben. Hier gründete der sächsische Herzog Georg der Bärtige am 21. September 1496 die Neue Stadt am Schreckenberg, das spätere Annaberg. Im Hinblick auf diese historische Tatsache lädt an der Bergschmiede „Markus Röhling” und an der Schreckenbergruine ein breit gefächertes Programmangebot ein.

Anlass des Festes ist der Tag der heiligen Anna am 26. Juli. Sie ist die Schutzheilige der Bergleute, die Namensgeberin und Wappenfigur der Stadt Annaberg.

Am Sonntag, dem 25. Juli lädt um 14.00 Uhr der traditionelle Berggottesdienst an die Schreckenbergruine ein. Bergmännische Traditionsvereine, wie die Bergknapp- und brüderschaft „Glück auf“ Annaberg-Buchholz / Frohnau e.V. sowie Knappschaften aus umliegenden Orten erinnern dabei an die Bergbauhistorie des Erzgebirges. Die vereinigten Posaunenchöre Annaberg, Buchholz und Kleinrückerswalde umrahmen den Gottesdienst musikalisch.

Danach führt eine kleine „Bergparade“ zur Bergschmiede Markus Röhling. Im Anschluss daran steigt ein echtes musikalisches Glanzlicht. Die Vize-Bundessieger der Feuerwehr-Blaskapellen, das Blasorchester Schönfeld, erfreut die Gäste ab 15.30 Uhr mit einem festlichen Bergkonzert.

Die Jüngsten haben die Chance, das Gelände auf dem Rücken von Ponys zu durchstreifen. Für Speis und Trank ist bestens gesorgt.

Am 26. Juli, dem Annentag, findet um 15.00 Uhr eine Andacht im Pferdegöpel der Bergschmiede Markus Röhling statt. Pfarrer Andreas Schumann von der katholischen Kirchgemeinde Heilig Kreuz in Annaberg-Buchholz erinnert dabei an die Heilige Anna.

Parkplätze sind auf dem neu errichteten Parkplatz unterhalb des Schreckenberges an der Straße nach der Krönung, im begrenzten Umfang an der Bergschmiede Markus Röhling und am Besucherbergwerk Markus Röhling nutzbar.

im Auftrag Matthias Förster – Pressestelle

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Dez 30 2008

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MettenSchicht im Hammerwerk Frohnau

MettenSchicht im Hammerwerk Frohnau 2008

MettenSchicht im Hammerwerk Frohnau 2008

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Aug 08 2008

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Bergwerke im Erzgebirge – Lexikon – Erklärung bergmännischer Begriffe

Abgelegt unter Bergwerke,Tourismus-Urlaub

Immer wieder erhalten wir Anfragen, was es mit den bergmännichen Begriffen auf sich hat. Im folgenden der Versuch einer Definition. Wenn Ihr Bergleit do draußen es besser wißt, dann schreibt bitte einen Kommentar.

Bergwerk Dorothea-Stolln Annaberg-Buchholz OT Cunersdorf

Bergwerk Dorothea-Stolln Annaberg-Buchholz OT Cunersdorf

Aufsetzen der Gänge:
heißt soviel wie verkommen; sagt z.B. der Bergmann, in diesem Gebirge setzen Gänge auf, so bedeutet dies nichts anderes, es kommen Gänge vor.

Aufschlagwasser:
werden die Wässer genannt, durch welche die verschiedenen Bergwerksmaschinen in Bewegung gesetzt werden.

Aufbereiten:
heißt gewonnene Erze durch das Pochen u. Waschen zum Schmelzen vorzubereiten.

Berge:
ist der Name für das von den Bergarbeitern in den Grubenbauen taube oder gehaltlose Gestein.

Erze:
nennt man im allgemeinen Sprachgebrauch jedes Metall, wie es in seinen natürlichen Zustand in der Erde gefunden wird; in der Mineralogie hingegen heißen Erze solche Gemische, in welchen die Metalle mit anderen mineralischen Körpern chemisch u. physikalisch verbunden sind; zu den Erzen gehören z.B. das Zinnerz, das Bleierz, Schwefelkies, Kupferkies, Arsenkies, Nickelkies, Rotgiltigerz, Zinkblende, Uranpechblende, Glaserz usw..

Erzgänge:
sind Gänge, deren Auffüllungsmasse Erze enthält.

Förderung oder Fördern:
heißt, die gewonnenen Erze oder losgearbeitetes Gestein aus dem Inneren der Grube zutage schaffen.

Fluter (Fluther):
sind Gerinne zur Zu- u. Ableitung des Wassers.

Fundgrube:
ist ein gewisses Maaß des gemuteten (gemutheten) Feldes; im Annaberger Bergamtsrevier hat eine Fundgrube 42 Lachter (1 Lachter = 198 cm).

Gang oder Gänge:
mit diesem Namen bezeichnet man Spalten, welche die Felsmassen oder Gebirge in verschiedene Richtungen durchschneidet u. unabhängig von den Schichtungsverhältnissen des Gesteins gleichsam ihren eigenen Weg durch das selbe verfolgen; sie sind gewöhnlich entweder ganz oder teilweise mit anderen Mineralien ausgefüllt als die sind, woraus das Gebirge besteht, in welchen sie vorkommen, man die Gänge ein in
a) hinsichtlich ihres Streichens d.h. nach der Richtung, welche ihre Längenausdehnung gegen die Mittagslinie macht, in 4 Klassen u. nennt sie:
1. Stehende Gänge, aus NNO gegen SSW
2. Morgengänge, aus NNO gegen SSW
3. Spatgänge, aus SOO gegen NWW
4. Flache Gänge, aus SSO gegen NWW
zur genauen Ermittlung des Streichens bedient man sich des Kompasses, der zu diesem Zweck in 24 gleiche Teile oder in 2 x 12 h geteilt ist; man sagt daher auch:
stehende Gänge streichen Stunde 12 bis 3
Morgengänge streichen Stunde 3 bis 6
Spatgänge streichen Stunde 6 bis 9
Flache Gänge streichen Stunde 9 bis 12
b) in Hinsicht des Fallens, d.h. der Neigung welche sie mit einer Horizontalebene machen, ebenfalls in 4 Klassen und zwar:
1. In Schwebende Gänge, die von 0-15 Grad
2. In Flachfallende Gänge, die von 15-45 Grad
3. In Tonnlägige Gänge, die von 45-75 Grad
4. In Senkrechtfallende Gänge, die von 75-90 Grad fallen.
Zur genauen Ermittlung des Fallens der Gänge benutzt man den Gradbogen, der deshalb in 180 oder 190 Grad geteilt ist.

Gangart oder Gangmasse:
nennt man die Ausfüllungsmasse der Gänge oder Spalten, welche am häufigsten mit Quarz, Kalkspat, Flußspat, Schwerspat, Braunspat usw. besteht.

Gangkreuz:
bezeichnet das durchschneiden oder -wie man bergmännisch ausdrückt -das Durchsetzen zweier Gänge, ähnlich einem Kreuzweg. Die Gangkreuze gehört zu den sog. Veredlungsursachen der Gänge und zeichnen sich in den meisten Fällen durch außerordentlichen Erzreichtum aus.

Gezähe:
ist der umfassende Name für sämtliche beim Bergbau erforderlichen Werkzeuge.

Gangkreuz:
bezeichnet das durchschneiden oder -wie man bergmännisch ausdrückt -das Durchsetzen zweier Gänge, ähnlich einem Kreuzweg. Die Gangkreuze gehört zu den sog. Veredlungsursachen der Gänge und zeichnen sich in den meisten Fällen durch außerordentlichen Erzreichtum aus.

Gegentrum:
nennt man die Fortsetzung eines Ganges in ein anderes Gebirge, in welchem der selbe zuerst entdeckt, bergmännisch untersucht u. abgebaut worden ist, durch ein Tal oder einen Fluß getrennt wird.

Gezeugestrecke:
ist ein Maß von 20 Lachtern. Die Gezeugestrecken (Gezeugstrecken) werden von dem tiefsten Stollen aus abwärts nach der Teufe (Tiefe) gerechnet.

Hangentes:
nennt man das Gestein, welches den Gang bedeckt oder das auf dem Gang ruht.

Hauptlehn:
wird die vor dem Mundloch eines Stollens oder neben einem Schacht befindliche abgelagerte Masse bzw. die aus dem Inneren der Grube geförderten Berge bezeichnet.

Haldenzug:
nennt man eine Anzahl Halden die alle in einer und derselben Richtung liegen.

Huthaus:
wird das Gebäude genannt, in welchem sich die Bergleute versammeln, ihr Gebet verrichten, die Gerätschaften, das Gezähe usw. aufbewahrt werden.

Hutmann:
heißt der Bewohner des Huthauses.

Kaue:
ist ein gewöhnlich hölzernes Gebäude, das über die Schächte gebaut wird, um dadurch teils die Arbeiter gegen das Wetter zu schützen u.z.a. Unglücksfälle zu verhüten.

Kies:
im Normalfall Metallsulfide (xMeS)

Knappen:
nennt man gewöhnlich die Bergarbeiter.

Kunstgezeug:
ist eine Maschine, durch welche das in den Tiefbauen vorhandene Wasser bis auf den Stollen gehoben wird, damit es durch das Mundloch zu tage auslaufen kann.

Kux:
bedeutet so viel als Teil einer Aktie; jede Grube hat 32 bzw. 128 Anteile.

Lachter:
ist ein Längenmaß von 198 cm (Normallachter; in anderen Bergamtsreviren sind auch andere Maße bekannt).

Liegendes:
wird das Gestein genannt, worauf der Gang ruht oder liegt.

Maaße:
ist ein Längenmaß. Im Annaberger Bergamtsrevier hat eine Maaß (e) 28 Lachter; man unterscheidet obere u. untere Maaße; jene schließen sich dem Endpunkt der Fundgrube dem Gebirge hinauf, diese dem Gebirge hinab an.

Mundloch:
wird der Anfang eines Stollens vom Tage herein genannt,ist gleichbedeutend mit Eingangsöffnung.

Mächtigkeit:
bezeichnet die Breite der Ausfüllungsmasse oder den rechtwinkligen Abstand der beiden Saalbänder eines Ganges.

Pochwerke:
sind Maschinen, durch welche die in den Gruben gewonnenen Erze zerkleinert oder gepocht werden.

Quergestein:
nennt man das zwischen den Gängen befindliche Gestein.

Querschlag:
ist ein Grubenbau, der ähnlich einem Stollen, horizontal ins Quergestein getrieben ist, oder getrieben wird.

Richtschacht:
wird ein solcher Schacht genannt, der vom Tage senkrecht im Quergestein bis auf einen gewissen Punkt eines Flachfallenden Ganges niedergebracht wird.

Saalbänder:
ist ein Grubenbau, welcher entweder vom Tage nieder oder von einem Stollen oder einer Strecke aus mit der nötigen Länge u. Weite auf einem Gang in mehr senkrechter als geneigter Richtung niedergebracht wird.

Söhlig:
ist gleichbedeutend mit horizontal oder wage – (wasserrecht).

Schwebendes:
nennt man einen ziemlich horizontal fallenden Gang.

Stollen (Stoln, Stolln):
ist ein Grubenbau, welcher vom Tage ziemlich horizontal in ein Gebirge mit der erforderlichen Höhe u. Weite getrieben wird.

Stollensohle:
ist der untere teil eines Stollens, auf welchem die Wasser dem Mundloch zulaufen.

Tragwerk:
nennt man die Bretter oder Pfosten, auf welchen sowohl die Förderung als auch die Ein- u. Ausfahrt der Bergarbeiter dient.

Teufe:
ist gleichbedeutend mit Tiefe.

Verfluthern:
heißt die Wasser in Gerinne über solche Punkte des Gesteins leiten, wo die Sohle des Stollens abgebaut ist.

Wäschen:
sind Maschinen, durch welche die in den Pochwerken gepochten bzw. zerkleinerten Erze von den noch daran oder darunter vorhandenen tauben Massen getrennt werden.

Wassergöbel:
sind mechanische Vorrichtungen, welche durch Wasserkraft in Bewegung gesetzt werden u. dazu dienen, die in der Grube gewonnenen Erze u. Berge zutage zu fördern.

Quellennachweis: Grubenbericht um 1855 im Dorothea-Stollen  

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