Archiv für die Kategorie 'Landkreis Erzgebirge'

Mrz 01 2010

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Thomas Jacobi

Protest gegen Kürzungen in der Jugendarbeit 2010

Protestaktion auf dem Annaberger Marktplatz

Protestaktion gegen die Kürzungen der Fördermittel für die Jugendarbeit auf dem Annaberger Marktplatz - Foto: Thomas Jacobi

Ganz überrascht waren viele Kreisstädter, als sie kurz nach 16.00 Uhr über den Annaberger Marktplatz wollten.
Eine bei uns neue Form der Kundgebung fand Punkt 16.16 Uhr statt: ein sogenannter Smartmob.
Was ursprünglich als Flashmob erfunden wurde, um sich nach einem Aufruf aus dem Internet an einem bestimmten Ort zu treffen, um dort kurz und für die unwissenden Passanten völlig überraschend einer gänzlich sinn- und inhaltslosen Tätigkeit nachzugehen, hat sich weiterentwickelt.

Die heutige spontane Versammlung war alles andere, als einer sinnlosen Tätigkeit nachzugehen und damit Passanten zu überraschen.
Innerhalb weniger Minuten versammelten sich rund um den Barbara-Uthmann-Brunnen ca. 100 Leute, um gegen die geplanten Kürzungen der Fördergelder für die Jugendarbeit um 30% zu protestieren.

Sina Bonitz vom Flexiblen Jugendmanagement Ehrenfriedersdorf, das zum Kreisjugendring Ergebirge e.V. gehört, erklärte mir, dass das Land Sachsen die Jugendpauschale von 14,30 Euro auf 10,40 Euro kürzt. Das ist eine Senkung um gleich 30 Prozent, was für die Betroffenen wie die Kommunen und Landkreise, die überörtlich tätigen Jugendverbände und -vereine, die Träger von Freiwilligendiensten sowie der vielen Ehrenamtlichen katastrophale Folgen hätte. Einrichtungen wie das Flexible Jugendmanagement Ehrenfriedersdorf oder aber die Alte Brauerei Annaberg, die derzeit hervorragende Jugendarbeit leisten, könnten diese dann nicht mehr im derzeit gegebenen Umfang weiterführen. Und dabei sind jetzt schon Einrichtungen für Jugendliche, wo diese sich kreativ entwickeln und entfalten können, mehr als knapp. Dies bestätigte mir auch Igor Zimmermann, stellvertretender Vorsitzender des Vereins “Alte Brauerei” Annaberg-Buchholz. Er erzählte mir auch, dass zur gleichen Zeit derartige Protestaktionen auch in Chemnitz, Dresden und anderswo in ganz Sachsen liefen.

Zwar dauerte die Versammlung auf dem Markt von Annaberg-Buchholz vielleicht höchstens 20 Minuten, aber wie schnell man innerhalb kürzester Zeit Bürger für eine Initiative gewinnen kann, macht den Initiatoren Mut. Den und vor allem Stehvermögen werden sie auch weiterhin brauchen. Aber am meisten benötigen sie die Unterstützung der Bevölkerung, um ihren Forderungen Nachdruck verleihen zu können. Wer diesen Protest unterstützen möchte, kann dies auf der Webseite des Kinder- und Jugendring Sachsensin verschieden Formen vornehmen.

Die Jugend braucht Ihre Hilfe – jetzt!

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Feb 16 2010

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Thomas Jacobi

Weltmeisterschaft im Schlittenhunde-Rennen in Oberwiesenthal

Vom 26. bis 28. Februar 2010 gibt es im Kurort Oberwiesenthal eine einmalige Show im Schnee: die Weltmeisterschaften für Schlittenhunde.

Schlittenhunde

Schlittenhunde - Quelle des Fotos: www.schlittenhundeweltmeisterschaft.de


In neun Kategorien werden ca. 250 Musher aus über 20 Nationen mit ihren über 1.500 Hunden um die Medaillen kämpfen. Das Besondere an dieser WM sind zwei Patenschaften.
Die Olympiasieger und Weltmeister sowie Ehrenbürger Oberwiesenthals Sylke Otto und Jens Weißflog haben zwei Teams eingeladen. Es sind zum einen Cindy Foggitt aus Südafrika und zum anderen Peter Dobbs aus Neuseeland. Otto und Weißflog haben ein rotes und ein blaues Team gebildet. Beide suchen nun nach zahlreichen Fans, welche ihr Projekt unterstützen. Zahlreiche Prominente wie Jens Fiedler (Olympiasieger Radsprint), Uwe-Jens Mey (Olympiasieger Eisschnelllauf), Hartwig Gauder (Olympiasieger Gehen), Fanny Fischer (Olympiasiegerin Kanu), Kerstin Förster (Olympiasiegerin Rudern), Romy Logsch (Weltmeisterin Bob), Marion Trott (Weltmeisterin Skeleton), Maximilian Ley (Weltmeister Bahnradfahren) und Sven Ottke (Weltmeister Boxen) sind bereits Fans der beiden Teams.

Jeder kann Fan werden. Wer interessiert ist, hat die Möglichkeit, sich auf dieser Webseite im Fanshop anzumelden.

Zudem gibt es tägliche Rahmenprogramme während dieser Schlittenhunde-WM. Geplant sind
- Besichtigung des großen Schlittenhunde- und Fahrerlagers
- Biathlon-Laserschießen mit Sportlegenden
- Große Autogrammstunde mit Olympioniken
- Motorschlittenfahrten für Kinder
- Kinderschneerodeln im Iglu Dorf
- Tägliche Gewinnaktionen

Wer die Weltmeisterschaften live erleben möchte und Karten benötigt, kann sich diese im Onlineshop der Freien Presse bestellen bzw. erwerben.

Zu beachten ist, dass zu diesen Weltmeisterschaften keine eigenen Hunde mitgenommen werden dürfen. Alle weiteren Informationen zu dieser Großveranstaltung sind auf den jeweiligen Webseiten bzw. Blogs sowie den Tageszeitungen zu entnehmen.

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Feb 16 2010

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Premiere: Ruscheln auf der Franka – Skilauf im Buchholzer Wald

Rodelspaß

Rodelspaß - Foto: Thomas Jacobi

PRESSEMITTEILUNG:

Familienrodeln am 20. Februar an der Halde 116 / Drei Könige – traumhafte Ausblicke

Eine Premiere gibt es in wenigen Tagen im Stadtteil Buchholz. Unter dem Motto: „Ruscheln auf der Franka“ laden die Bürgerinitiative “Pro Buchholz” und die Stadt Annaberg-Buchholz am Samstag, den 20. Februar 2010 in den Stadtteil Buchholz ein. Ab 15.00 Uhr sind Eltern und ihre Kinder zu einer sportlich-heiteren Veranstaltung in das traditionsreiche Buchholzer Bergbaugelände eingeladen. An der Halde 116 / Drei Könige bieten sich derzeit beste Bedingungen für den Wintersport. Auf einer Breite von fast 100 m können Kinder, Jugendliche und Erwachsene nicht nur zum Familienrodeln zu Tal sausen. Darüber hinaus gibt es für die Aktiven und ihre Gäste die Chance, von der Halde einen geradezu traumhaften Blick über die Stadt Annaberg-Buchholz und das Erzgebirge zu genießen. Der Ausblick reicht vom Bärenstein über den Pöhlberg bis zum “Kalten Muff” bei Ehrenfriedersdorf.

Für das Wohl von Kehle und Gaumen ist vor Ort bestens gesorgt. Zünftige Musik wird den Nachmittag und Abend stimmungsvoll umrahmen. Ab 17.00 Uhr erwarten die Gäste zwei weitere Angebote. Das Rodeln findet ab diesem Zeitpunkt im Fackelschein statt. Außerdem startet oberhalb der Halde die Skiwanderung mit “Achim”. Interessierte Langläufer sind eingeladen, im Schein von Kopflampen und Laternen auf eine romantische Tour durch den Buchholzer Wald zu gehen. Eigens dafür wurden die Loipen im Wald und bis zum Firstenweg präpariert.

“Wir wollen, dass Familien in fröhlicher Runde zusammenkommen, sich kennen lernen und gemeinsam Spaß und Freude haben”, so die Organisatoren. “Das wunderbare Winterwetter lädt dazu ein, an frischer Luft etwas für die Gesundheit zu tun. Aus unserer Sicht ist der Familiensport dafür die beste Möglichkeit.”

Der Zugang zum Rodel- bzw. Skigelände ist von der Bergstraße, von der Schlettauer Straße sowie vom Geschwister-Scholl-Weg möglich.

im Auftrag Matthias Förster – Pressestelle

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Feb 06 2010

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Thomas Jacobi

Gerd Christian im Frohnauer Hammer

Gerd Christian im Frohnauer Hammer

Gerd Christian im Frohnauer Hammer


Weihnachtsstimmung im Frohnauer Hammer – und das am 06. Februar 2010 gegen 10.00 Uhr. Wie das?

Überraschend hatte der MDR auf Grund des Winterwetters hier im Erzgebirge Dreharbeiten mit dem beliebten Sänger Gerd Christian in den altehrwürdigen Mauern des technischen Denkmals abgehalten.

Der Programmbereich Unterhaltung des MDR ist hier im Erzgebirge vom 4. bis zum 9. Februar unterwegs, um die Sendung “Freude im Advent” mit verschiedenen Stars zu produzieren. Gerd Christian spielte hiefür im Frohnauer Hammer das Lied “Sind die Lichter angezündet” ein. Geplant ist die Ausstrahlung der Sendung im Dezember 2010 zur Adventszeit.

Gerd Christian (eigentlich Gerd-Christian Biege), der am 16. Juli 60 Jahre alt wird, ist hier im Osten Kult. Wer kennt nicht das Lied “Sag’ ihr auch”, mit welchem er 1979 seinen großen Durchbruch schaffte. Geschrieben hatten es sein Bruder Holger Biege (Komposition) und Fred Gertz (Text). Immerhin wurde dieser Titel über 1 Million mal verkauft und entwickelte sich nach der Wende zu einem der meist gecoverten DDR-Schlager, welchem u.a. Bernhard Brink und die Kastelruther Spatzen interpretierten.

Ich hatte die Gelegenheit, Aufnahmen von dem beliebten und sympatischen Schlagerstar während einer Drehpause zu machen. Auch wenn es auf dem Bild nicht zu sehen ist, es war saukalt in diesem alten Hammerwerk. Doch wie man sieht, nahm es dem Sänger nicht die Freude an seiner Arbeit.
Text und Foto copyright by Thomas Jacobi.

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Feb 05 2010

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Thomas Jacobi

Annaberger Hochzeitsmesse am 13./14.02.2010

PRESSEMITTEILUNG:

Annaberger Hochzeitsmesse am 13. und 14. Februar in der Silberlandhalle

Alle Heiratswilligen streichen sich zwei Tage im Februar immer dick im Kalender an. Sie wissen, an diesen Tagen öffnet die Annaberger Hochzeitsmesse in der Silberlandhalle ihre Pforten.
Zur achten Auflage am 13. und 14. Februar 2010 haben die Organisatoren erneut ein breit gefächertes Programm zusammengestellt.
Am Samstag von 13.00 bis 19.00 Uhr und am Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr können Besucher aus einem breiten Spektrum wählen. Unter der Überschrift “feste feiern” haben über 40 Aussteller ein großes Hochzeitspaket geschnürt. Von den richtigen Trauringen über das passende Outfit bis hin zu wunderbaren Brautsträußen reicht die Palette. Reisen, Brillen sowie gastronomische Offerten ergänzen das Angebot. Darüber hinaus gibt das Standesamt der Stadt nützliche Tipps zur Vorbereitung einer Hochzeit, zu notwendigen Unterlagen und Dokumenten.

Die Annaberger Hochzeitsetage, der Werbering, die Stadt sowie zahlreiche Sponsoren tragen zum Gelingen der beiden Tage bei. Ein buntes Spiel von Farben und Formen, Kleidern und Anzügen und neuesten Trends wird die Besucher begeistern. Glanzlichter sind die stündlichen Modenschauen am Samstag ab 14.00 Uhr und am Sonntag ab 11.00 Uhr, das große Gewinnspiel und das musiksynchrone Feuerwerk am 13. Februar um 19.00 Uhr.

Die Hochzeitsmesse in Annaberg-Buchholz ist neben den Messen in Chemnitz, Leipzig und Dresden eine der bedeutendsten in der Region. Nach acht Jahren ist sie aus dem Veranstaltungskalender des Erzgebirges nicht mehr weg zu denken.

Für ausreichend Parkplätze ist gesorgt. PKW-Stellflächen sind unmittelbar an der B 101 direkt an der Silberlandhalle, im Gelände der Erdgas Südsachsen AG, am Unteren Bahnhof und im Stadtteil Buchholz An der Mühle für die Besucher nutzbar.

Annaberg-Buchholz – Stimmungsvolle Hochzeiten über und unter Tage

Angesichts der zahlreichen Interessenten und der vielfältigen Angebote kann mit Fug und Recht gesagt werden: Annaberg-Buchholz ist eine Hochzeitsstadt.
Jedes Jahr nutzen über 100 Paare aus Nah und Fern die Chance, um im stimmungsvollen Ambiente der altehrwürdigen Bergstadt den Bund für’s Leben zu schließen.
Wunderbare Räume und Lokale laden über und unter Tage dazu ein, das schönste Fest zu erleben. Hochzeiten im geschichtsträchtigen Berghauptmannszimmer des Annaberger Rathauses sind dabei besonders stimmungsvoll. Das Zimmer aus dem 17. Jahrhundert mit den Wappen der Stadt und der Wettiner ist dafür wie geschaffen.

Berghauptmannszimmer des Annaberger Rathauses

Berghauptmannszimmer des Annaberger Rathauses


Wer es zünftig oder außergewöhnlich liebt, für den ist eine Hochzeit im “Bauch des Berges”, im Besucherbergwerk Markus-Röhling-Stolln ein unvergessliches Erlebnis. In einer geschmückten Hochzeitsbahn fahren die Brautleute im Ortsteil Frohnau in die Welt unter Tage ein.
In der stimmungsvollen Atmosphäre des Frohnauer Hammers wird das Hochzeitsschmieden angeboten. Dabei erhalten die frisch vermählten Eheleute im Hammerwerk zwei eigens für sie geschmiedete Ringe.
Hochzeitsschmieden im Frohnauer Hammer

Hochzeitsschmieden im Frohnauer Hammer


Für kirchliche Hochzeiten sind die Kirchen St. Annen und St. Katharinen, die Bergkirche sowie weitere Gotteshäuser wunderbare Orte, um den gemeinsamen Lebensweg zu beginnen.

Weitere Infos unter Tel. (03733) 425-278, 425-276 im Standesamt Annaberg-Buchholz.

im Auftrag Matthias Förster – Pressestelle Große Kreisstadt Annaberg-Buchholz
Fotos: Matthias Förster

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Jan 23 2010

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René Goldschadt

Gedanken über das neue Logo des Erzgebirges: Gedacht. Gemacht. – Abgelacht!

Wieder mal: Echt Erzgebirge!
Neues Logo: Gedacht. Gemacht. – Abgelacht!

Wenn man die Begründungen für das neue Erzgebirgs-Logo verfolgt, liest man so etwas wie Scham auf eine Jahrhunderte alte Tradition heraus: Man habe Sorge, dass die Region mit dem bisherigen Slogan „Echt Erzgebirge“ zu sehr mit Weihnachten und Männelmachern in Verbindung gebracht werde, meint die Chefin vom REK (Regionales Entwicklungs- und Handlungskonzept“, Heike Friedrich aus Annaberg. Schließlich seien an die 30% der Werktätigen in anderen Wirtschaftsbranchen beschäftigt. Deshalb wolle man zukünftig mehr die Wirtschaftsregion in den Vordergrund stellen und nicht so sehr das, was das Erzgebirge weit über seine Grenzen als weltweit einmaligen Landstrich bekannt gemacht hat: Weihnachten im Erzgebirge mit all seinen Männeln, Pyramiden, Schwibbogen, Nussknackern und den unzählig beleuchteten Fenstern… „Einen Landstrich, in dem zu jeder Zeit Weihnachten zu sein scheint – wo gibt es den noch einmal auf der Welt?!“, wie kürzlich welterfahrene Ausländer nach ihrem wiederholten Besuch im Erzgebirge schwärmten. Und waren es nicht gerade die Männelmacher, die sowohl nach den großen Krisen im Erzgebirge (u.a. Niedergang des Silberbergbaus, Weltwirtschaftskrise, zwei Weltkriege) wie auch heutzutage viele Menschen in Lohn und Brot halten und das Image des Erzgebirges errichtet und bis heute international geprägt haben? Und die Industrie, über die das Erzgebirge verfügt, ist in anderen Gebirgsregionen auch angesiedelt. Von daher sind – mit Ausnahme der Posamentenindustrie – diese Industrieprodukt nicht typisch für das Erzgebirge. „Echt Erzgebirge“ ist somit ein Markenzeichen für etwas ganz Spezifisches, Einmaliges, regional Typisches, was nicht tautologisch mit dem Plagiat-Abwehr-Hinweis „Original Erzgebirge“ auf den Holzfiguren gleichgesetzt oder verwechselt wird, wie man argumentiert, sondern vielmehr die Echtheit noch durch Originalität ergänzt. Es gibt Regionen in Deutschland, die wären froh, wenn sie über einen derartigen Image-Hintergrund verfügten.

Da man dieses einmalig gewachsene Image offenbar für zu profan, zu provinziell, zu unattraktiv, also nicht echt erzgebirgisch befand, hat man die Chemnitzer Werbeagentur „zebra“ damit beauftragt (ob nach erfolgter Ausschreibung und wer die Mitbewerber mit welchen Ergebnissen waren, ist nicht bekannt), eine neue „Dachmarke“ zu kreieren, unter der Berücksichtigung, „dass die Stärke unserer Region die Menschen in der Hand- und Kopfarbeit sind“, wie es in der PR-Erklärung vom REK heißt. Als hätten die anderen Regionen keine Menschen, die über derartige Stärken verfügen.

ERZGEBIRGE-GEDACHT-GEMACHT

ERZGEBIRGE-GEDACHT-GEMACHT

Die seit 1991 erfolgreich agierende Werbeagentur mit Thomas Pfefferkorn und Joerg G. Fieback an der Spitze von weiteren 34 Kreativen, die sich ansonsten hauptsächlich verkaufsfördernde Slogans und umsatzsteigernde Verpackungen für solche Produkte wie u.a. Rondo-Kaffee, Burger Knäckebrot, Bautz´ner Senf, Zetti Knusperflocken, Florena Kosmetik oder Bärlauch-Butter einfallen lassen, haben nun über eine Region mit über 500.000 Menschen nachgedacht, wie man es macht, um auf diesem bisher unerfahrenen Terrain (wenn man mal von den Marketing-Bemühungen um die Stadt Chemnitz absieht), die 6,6 Millionen Euro Umsatz aus dem Jahre 2008 weiter zu steigern. Gedacht. Gemacht. Und fertig war der neue, einmalige, umwerfend geniale, weil so typischer Slogan, die so genannte Dachmarke für die Erzgebirgsregion unter der sich auch das alte Logo behütet wissen darf. Und damit man weiß, wo derart kreativ gehandelt wird (und keine Verwechslung mit der Herstellung von Senf oder Knusperflocken möglich ist), setzt man in Großbuchstaben den Namen der Region – diesmal ERZGEBIRGE – in Großbuchstaben darüber. Einfach genial! Oder? Eine Weiterverwendung dieser epochalen Marketing-Idee wäre u.a. denkbar für „Thüringen – Gedacht.Gemacht.“ „Hessen – Gedacht.Gemacht.“ „Afrika – Gedacht.Gemacht.“ oder eben „Bärlauchbutter – Gedacht.Gemacht“… Über die Vergabe der Urheber- und Vermarktungsrechte dieser eben gemachten Gedächtnisleistungen kann gerne per Mail mit dem hier schreibenden Kreativisten verhandelt werden.

Und damit nicht jemand auf die Idee kommt, dass man vielleicht überall im Lande zuerst denkt und dann handelt, sondern nur im Erzgebirge, („macht, machen“ waren Worte, die schon im Deutschunterricht in der Schule nicht gerne gesehen und gehört wurden), hat man zur Schrift noch zwei fette, grüne Striche erdacht und einen orangefarbenen Punkt dazu gemacht. Ob diese Ortsbezeichnung (Logos) nun eine grüne Erzgebirgswiese mit dem Fichtelberg (Pöhlberg, Bärenstein, Scheibenberg) und der aufgehenden – oder vielleicht hier eher untergehenden – Sonne (eventuell auch Mond?) darstellen soll, bleibt der denkenden Fantasie des Betrachters überlassen. Der kann sich aber auch lebhaft ein kleines, echt erzgebirgisches Reiterlein aus Olbernhau darunter vorstellen, was allerdings weder von den Kreativen aus Chemnitz, noch vom Regionalmanagement Erzgebirge beabsichtigt gewesen sein dürfte. Übrigens: Das „Reiterlein“- oder Helios-Miriquiri-Logo darf nicht allein benutzt werden, sondern immer nur im Zusammenhang mit den zukunftsweisenden Worten unter den erzenen Lettern. Und wer die sinnreiche Allerweltsunterzeile „Gedacht. Gemacht.“ weglassen möchte, wird laut Nutzungsvertrag bei den Kreativisten nicht gerade Freunde hinzu gewinnen. Im Vertrag gibt es strenge Regeln zur Verwendung und Verwertung dieser bisher unübertroffenen Denkleistung, die mit Fördermitteln aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr finanziell – Summen waren bis dato nicht zu ermitteln – unterstützt und vom sympathischen und pfiffigen Landrat Frank Vogel mit den Worten geadelt wurde: „Das neue Logo verkörpert das, wofür das Erzgebirge zukünftig bekannt sein soll: eine moderne Wirtschaftsregion mit pfiffigen, sympathischen Menschen“, die aber dazu vermutlich überhaupt nicht gefragt, sondern eher negativ davon überrascht wurden. Und auch die zwölf Bürgermeister von den größten Städten haben auf dem 20. Regionalkonvent ihren Segen zum neuen Dach-Logo gegeben. Hätten sie vorher etwas gründlicher darüber nachgedacht, hätten sie vielleicht Derartiges nicht mitgemacht, – aber so war die Entscheidung dann eben doch wieder „Echt Erzgebirge!“ Ein Slogan, der übrigens keiner ist, sondern nur die schlichte, Image-bewahrende und weder weg zu denkende noch irgend wie weg zu machende Wahrheit über diese Region und ihre Menschen, die über den neuen Marketing-Geck nicht nur nachgedacht und sich nicht nur Gedanken dazu gemacht, sondern auch kopfschüttelnd darüber abgelacht haben…

Gotthard B. Schicker im Januar 2010

PS: Den Antrag für das neue Logo des Erzgebirgskreis finden Sie hier.

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Sep 13 2009

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Thomas Jacobi

Nachlese Aktionstag “Integration Stadt – statt Barrieren”

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Gestern fand auf dem Marktplatz von Annaberg-Buchholz der Aktionstag “Integration Stadt – statt Barrieren” statt. Dieser stand auch unter dem Motto “In Annaberg-Buchholz läuft’s rund”.
Bei recht schönem Wetter hatten sich die Organisatoren und Veranstalter einiges einfallen lassen. Ein buntes Programm wurde von 10.00 bis 17.00 Uhr geboten.
Leider waren viele Marktbesucher von dieser Veranstaltung wohl zu überrascht, denn die Besucheranzahl hielt sich in Grenzen. So boten die Kinder auf der Bühne ihre Programme vor recht leeren Sitzreihen dar, was wohl nicht allein an der Uhrzeit (gegen Mittag) gelegen haben kann. Dennoch war es ein gelungenes Stadtfest, welches jedoch mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte.
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(Videolink)

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