Archiv für die Kategorie 'Annaberg-Buchholz'

Apr 09 2012

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30. Deutscher Klöppelspitzen-Kongress

Pressemitteilung der Stadt Annaberg-Buchholz:

30. Deutscher Klöppelspitzen-Kongress vom 13. – 15. April in Annaberg-Buchholz
450 Klöppelsterne, 450 Jahre Klöppeln im Erzgebirge

Das Netz der Klöppelfäden umspannt die ganze Welt. Besonders dicht ist es im Erzgebirge geflochten. Etwa 20.000 Klöpplerinnen betreiben hier die filigrane Fadenkunst. Mit dem Sächsisch-erzgebirgischen Klöppelverband e. V. besitzt die Region eine kompetente Dachorganisation. In Schneeberg wird Klöppeln auf Hochschulniveau gelernt. In Annaberg-Buchholz erinnern das Barbara-Uthmann-Denkmal und die gleichnamige Klöppelschule an das Werk der berühmten Montanunternehmerin und Verlegerin. Im 16. Jahrhundert beschäftigte sie bis zu 900 Bortenwirkerinnen bzw. Klöpplerinnen.
Angesichts dieser Historie und Gegenwart entschied sich der Deutsche Klöppelverband e. V., den 30. Deutschen Klöppelspitzenkongress in Annaberg-Buchholz zu veranstalten. Vom 13. bis 15. April 2012 treffen sich Klöpplerinnen aus ganz Deutschland und dem Ausland im Herzen des Erzgebirges. Während der Deutsche Klöppelverband e. V. derzeit Programme und Ausstellungen, Kurse und Abläufe koordiniert, bereitet die Stadt einen außergewöhnlichen Rahmen für die weitgereisten Gäste vor.

450 Jahre Klöppeln im Erzgebirge:
Annaberg-Buchholz – ein filigranes Klöppelnetz, Klöppelsternhimmel

Anlässlich des Klöppelspitzenkongresses, mit dem das Jubiläumsjahr „450 Jahre Klöppeln im Erzgebirge“ gekrönt wird, verwandelt sich Annaberg-Buchholz in ein filigranes Klöppelnetz. Eigens dafür hat Frau Christa Brück 450 Blütensterne geklöppelt. Mit einer außergewöhnlichen Installation werden sie zum Kongress im Kulturzentrum Erzhammer zu einem „Himmel“ mit allen zwölf Sternzeichen drapiert. Christa Brück, geboren in Wiesbaden, ist Mitglied einer Kreativgruppe der Klöppelschule „Barbara Uthmann“. Wie andere Senioren, die aus den neuen und alten Bundesländern zugezogen sind, hat sie sich Annaberg-Buchholz als attraktiven Altersruhesitz auserkoren.
Neben dem „Klöppelsternenhimmel“ wird es zum Kongress in der Annaberger Altstadt eine „Klöppelstraße“ geben. In der Buchholzer und in der Wolkensteiner Straße präsentieren zahlreiche Geschäfte historische und aktuelle Klöppelkunst. Während eines Stadtbummels können Besucher vielfältige Variationen der kreativen Fadenkunst kennen lernen. Partner dieser Aktion ist der Werbering Annaberg e. V..
Dass die Klöppelkunst geeignet ist, wie einst die Haute-Couture-Mode aufzumischen, zeigen zwei völlig unkonventionelle Expositionen. In der altehrwürdigen Stadtbibliothek von Annaberg-Buchholz an der Klosterstraße zeigt die Absolventin der Hochschule Schneeberg Ines Schwotzer ihre sehenswerte Personalausstellung EDEL.STAHL. Aus dünnen Stahldrähten hat die Künstlerin außergewöhnliche Schmuckstücke und Objekte gestaltet, die nicht nur Frauen, Trendsetter und Modefreaks begeistern werden. Die Diplom-Designerin Ines Schwotzer ist u. a. seit 1999 Träger des Hessischen Staatspreises. Vor zwei Jahren wurde ihr außerdem der Bayrische Staatspreis verliehen.
Im Annaberger Rathaus zeigt eine internationale Ausstellung Meisterstücke der Klöppelkunst. Es sind die Ergebnisse des Wettbewerbs „Wolken, Wind und Wetter“, der im Vorjahr durch den Deutschen Klöppelverband e.V. ausgeschrieben wurde. Künstlerinnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Russland, Belgien sowie der Tschechischen Republik haben zu diesem Thema originelle Fadengespinste kreiert. Ab 13. April 2012 folgen die Ergebnisse des diesjährigen Wettbewerbs „Die Farben des Orients“, die bis Ende April 2012 im Annaberger Rathaus präsentiert werden.

Auch logistisch unterstützen die erzgebirgischen Klöpplerinnen den 30. Deutschen Klöppelspitzenkongress in vielfältiger Weise. Etwa 50 von ihnen sind während der drei Tage u. a. als Schauklöpplerinnen, Ordner oder als Aufsichtspersonen tätig. Darüber hinaus sind sie für die Gäste wichtige Ansprechpartner, wenn es um Programmhinweise, Veranstaltungsorte oder andere Informationen geht.

Kontakt:
Haus des Gastes Erzhammer, Buchholzer Straße 2, 09456 Annaberg-Buchholz
Dr. Gabriele Lorenz, Tel. 03733 425-256, E-Mail: gabriele.lorenz@annaberg-buchholz.de

Sächsisch-Erzgebirgischer Klöppelverband e. V. und Klöppelschule Barbara Uthmann:
Haus des Gastes Erzhammer, Buchholzer Straße 2, 09456 Annaberg-Buchholz
Manuela Fischer, Tel. 03733 425-258, E-Mail: erzhammer@annaberg-buchholz.de

Im Auftrag Matthias Förster – Pressestelle

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Apr 08 2012

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Sie läuten wieder

Ostergeläut 2012Ostergeläut 2012Ostergeläut 2012Ostergeläut 2012Ostergeläut 2012Ostergeläut 2012Ostergeläut 2012Ostergeläut 2012Ostergeläut 2012

Pünktlich um 06:00 Uhr begannen heute die altehrwürdigen Glocken, welche aufwendig restauriert wurden, im Turm von St. Annen zu schwingen. Als erste fing die Glocke mit dem Doppel-Namen Peter & Paul an zu läuten. Sie hat einen Durchmesser von 1.140 mm und bringt 664 kg auf die Waage. Es folgte die 1.566 kg schwere Margarete (von 1.410 mm Durchmesser), bevor Anna, welche bei 1.728 Durchmesser stramme 2.928 kg Masse mitbringt, ins Geläut einstimmte.

Trotz der Eiseskälte (minus 6 Grad) und der 240 Stufen hinauf in den Turm hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden, um den ersten Glockenschlag bzw. das erste Geläut nach der Restaurierung live mit zu erleben. Eigentlich sollte dies per Hand geschehen, doch dies war technisch noch nicht umsetzbar. Aber auch so waren die Besucher von den drei Glocken beeindruckt, die heute früh dreimal in Bewegung gesetzt wurden: 06:00 bis 06:12 Uhr, 06:24 bis 06:36 Uhr und 06:48 bis 07:00 Uhr. Danach dürften zumindest die Anwohner der Großen und Kleinen Kirchgasse wach gewesen sein. :-)

Achtung beim Anklicken des Videos. Man sollte den Ton vorsichtshalber etwas leiser stellen. :-)
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Mrz 29 2012

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Ein ungewöhnlicher Tausender

Im Vorjahr hatte ich erstmals über den Ostereierbaum in Kleinrückerswalde berichtet.

Heute nun besuchte ich das Prachtstück wieder und unterhielt mich mit einer der Schöpferinnen, in deren Vorgarten sich jener Pflaumenbaum befindet, der sich zu Ostern in ein buntes Farbenmeer verwandelt. Frau Evelyn Rohde erzählte mir, dass sie gemeinsam mit ihren Nachbarinnen Christa Nier und Ines Legler seit über vier Jahren diese Ostereier bemalt und sie nun in diesem Jahr die 100er-Marke geschafft haben. Jedes Ei ist ein Unikat, keines gibt es doppelt.

Nun hängen zwar 1000 Eier an dem Pflaumenbaum sowie zwei kleineren Bäumen, aber es wurden durchaus mehr angemalt. Grund ist der natürliche Schwund, der durch Bruch entsteht. Nicht Regen oder Schnee machen den Eiern etwas aus, sondern starker Wind bzw. Sturm. Da passiert es dann schon mal, das es einige von den Bäumen schüttelt und diese zerbrechen. Auch jetzt liegen bereits wieder neue “Ersatzeier” bereits – natürlich schon fertig angemalt.
Doch nicht alles, was Bruch ist, wird entsorgt. Wenn es die Stücken noch hergeben, werden auch diese kreativ gestaltet und mit kleinen lustigen Figürchen besetzt.

Zum Anmalen verwenden die drei Frauen wasserfeste Acrylfarbe. Als Motive wird alles verwendet, was ihnen in den Sinn kommt, von Winter- bis hin zu Sommermotiven oder einfach nur mal bunte Kleckse. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Im Übrigen werden nicht nur Hühnereier ausgeblasen und angepinselt, sondern auch Gänse- und Wachteleier.

Die Eier werden alle vorher von den Familien ausgepustet und in den verschiedensten Speisen verarbeitet (z.B. wird ganz viel gebacken) oder aber eben auch gleich mal als Rührei verzehrt. Natürlich nicht erst zu Ostern, sondern über das gesamte Jahr. :-)

Noch ist Platz für weitere Ostereier, aber schon jetzt ist dieser Ostereierbaum ein echter Hingucker und bereits über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012Ostereierbaum 2012

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Mrz 26 2012

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Tag der Heimatgeschichte

Wir laden ein zum

Tag der Heimatgeschichte

am 31. März 2012, ab 9.30 Uhr im Kulturzentrum Erzhammer Annaberg-Buchholz

Vorträge:
- Reinhardt Unger spricht zu den Wirren des Dreißigjährigen Krieges.
- Prof. Wolfgang Lorenz wird neuere Forschungsergebnisse zu den verwandtschaftlichen Beziehungen der Montanunternehmerfamilien vorstellen.
- Peter Herschel beschäftigt sich mit den Herrschaften am Pöhlberg.

Ausstellungen:
- Gewappnet mit Grubenlampe und Gezähe – Bergbau und Hammerwerke im Spiegel der Heraldik
- Stammbaum, Stammtafel und Stammreihe – Genealogische Tafeln aus Annaberg und Umgebung

Literaturbörse mit heimatgeschichtlichen, bergmännischen und genealogischen Publikationen.

Über Ihren Besuch würden wir uns freuen.
Der Eintritt ist frei.

Die Annaberger Heimatforscher

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Mrz 18 2012

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Rückkehr der Glocken von St. Annen

Pressemitteilung
zur Glockenweihe der Glockender St. Annenkirche von Herrn Martin Lange (Verwaltungsleiter)
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Rückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. AnnenRückkehr der Glocken von St. Annen

Fotos: Thomas Jacobi – Link zur kompletten Galerie

Die Kirchgemeinde begrüßte mit großer Freude und Dankbarkeit die Glocken nach erfolgreicher Restaurierung am Sonntag Lätare, 18.3.2012 und feierte mit den beteiligten Firmen, Förderern und den Medien den damit einhergehenden Abschluss der Baumaßnahmen.

Die Kinder der Gemeinde geleiteten die geschmückten Glocken, die auf einem Tieflader gebracht wurden, unter Geläut der Häuerglocke das letzte Stück vom Annaberger Markt bis zum Turm der St. Annenkirche, wo sie von der Gemeinde und zahlreichen Gästen empfangen wurden. Zur Begrüßung sprachen Landrat Frank Vogel, der Bürgermeister Thomas Proksch und der Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung Friedrich-Wilhelm von Rauch.
„Die St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz gehört zu den schönsten Kirchen Sachsens und ist ein Wahrzeichen im Erzgebirge. Es erfüllt die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Erzgebirgssparkasse mit großer Freude, dass sie nun auch zur Wiederherstellung des Geläuts von 1814 beitragen können”, so Friedrich-Wilhelm von Rauch.

Im Anschluss wurden die Glocken durch Superintendent Dr. Olaf Richter und Pfarrer Karsten Loderstädt für den Dienst im Turm der St. Annenkirche geweiht und mittels eines Krans auf den Turm gehoben.

In der abschließenden Feierstunde dankte der Kirchenvorstandsvorsitzende Jürgen Förster allen Planern, Bauleuten, Förderern und Medienvertretern für die umfangreiche Unterstützung.

St. Annens Geläut kann nun wieder mit seinem Klang zwischen Himmel und Erde zu den Menschen rufen, sei es nun die Einladung zu einem Gottesdienst oder die Begleitung einer Trauergemeinde. Der unverwechselbare Klang wird die Annaberger und ihre Gäste auch künftig täglich begleiten.

Die St. Annenkirche hatte bereits 1501 eine erste Glocke, die 1511 durch weitere Glocken zum ersten Geläut ergänzt wurde, das 1604 dem Stadtbrand zum Opfer fiel. Das zweite Geläut von 1613 bestand aus drei Glocken und wurde bei dem Turmbrand von 1813 vernichtet. Drei Blitze schlugen gleichzeitig in den Turm und steckten ihn in Brand. Ein Augenzeuge berichtet, dass „… gerade als der Glockenstuhl in vollem Brand stand … das Metall der schmelzenden Glocken in grünlich bläulicher Farbe herabfloß…“

Die heutigen Glocken der St. Annenkirche stellen in der Glockenlandschaft Sachsens eine Besonderheit dar. 1814 gegossen in kriegerischer Zeit durch Friedrich-August Otto in Dresden, haben sie eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Trotz großer materieller Not und Mangel an Geld wurde 1813 mit dem Wiederaufbau des Turmes sofort begonnen. Der Transport der Glocken von Dresden nach Annaberg stellte dabei eine besondere Herausforderung dar.
Die große und mittlere Glocke wurden auf je einem Wagen im Achterzug
(vierspännig) und die kleine auf einem Wagen im Sechserzug (dreispännig) nach Annaberg gebracht. Von Schönfeld aus wurden die Glocken unter reger Beteiligung vieler Bewohner der Stadt und den Stadtmusikern in einem feierlichen Zug nach Annaberg eingeholt. Zur Bewältigung der letzten Etappe war der Vorspann zusätzlicher Tiere notwendig, so dass schließlich die große Glocke von vierzehn Zugtieren (acht Pferde und sechs Ochsen) gezogen wurde.

Ein Chronist berichtet über den Aufzug der Glocken. Dabei „… hatten 44 Menschen auf der Gasse an Seilen und an der von vier starken Männern gedrehten eisernen Maschine (verm. eine Seilhaspel) wacker zu ziehen gehabt.“

1890 entschloss sich die Kirchgemeinde dem damaligen Zeitgeist folgend das Geläut „umhängen“ zu lassen. Dabei wurden die Kronen abgeschlagen und die Glocken wurden in gekröpfte Joche gehängt, was sich allgemein als sehr schädlich für die dauerhafte Haltbarkeit der Glocken herausgestellt hat.

Trauriger Anlass waren die beiden Weltkriege. Im Ersten Weltkrieg wurde die Häuerglocke, die ebenfalls von Friedrich August Otto stammt, für die Herstellung von Kriegsmaterial eingeschmolzen. Im Zweiten Weltkrieg mussten die kleine und die große Glocke abgegeben werden. Dabei ereignete sich ein folgenschwerer Unfall, die große Glocke stürzte beim Herablassen aus einer Höhe von etwa 20 Metern ab, blieb aber zum Glück heil.

Auf wundervolle Weise blieben die beiden Glocken vom Schmelzofen verschont und kamen 1948 aus Hamburg wohl behalten zurück.

In der Landeskirche Sachsens gibt es 3835 Glocken. Das Geläut der St. Annenkirche gehört mit seinen drei historischen Glocken zu den dreißig erhalten gebliebenen einheitlichen historischen Bronzegeläuten mit drei oder mehr Glocken ein und desselben Gießers und ist von besonderer denkmalpflegerischer und künstlerischer Bedeutung. Von dem königlich-sächsischen Glockengießer Friedrich August Otto aus Dresden existieren nur noch fünf Glocken in Sachsen:
drei Glocken in der St. Annenkirche Annaberg-Buchholz eine Glocke in der Kirche zu Leuben (Kirchenbezirk Meißen) eine kleine Glocke in der Kapelle Bermsgrün.

All die Schäden, die in den Jahren und durch die Umstände entstanden sind, konnten nun in einer umfassenden Restaurierung behoben werden.
Dank großzügiger Förderung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkassenstiftung Annaberg und unterstützt durch die Sparkasse Erzgebirge (seit 01.01.2012 Erzgebirgssparkasse) war es möglich, die wertvollen Glocken in das Glockenschweißwerk Lachenmeyer in Nördlingen zu bringen.
Nach eingehender Untersuchung wurden zunächst nach historischem Vorbild der Glocke aus Leuben durch die Firma Ars fundendi – Peter Glasbrenner neue Kronen gegossen.
Anschließend wurden die Glocken durch die Firma Lachenmeyer in Nördlingen geschweißt. „Durch die schweißtechnische Restaurierung erhalten die Musikinstrumente Bronzeglocken wieder den vollkommenen, geschlossenen Gusskörper wie zur Zeit ihrer Entstehung. … Durch die langsame Vorwärmung und Abkühlung der Glocken im Zusammenhang mit dem Schweißvorgang haben sich in aller Regel ihre Nachklangzeiten erheblich verbessert und Klangaufbau und Teiltöne wurden nahezu nicht verändert.“ (Dr. Rainer Thümmel, Glocken in Sachsen, 2011) Die Abschließende Werksabnahme durch den Glockensachverständigen Christian Schumann, Beauftragter für Glocken und Turmuhren am Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamt Sachsens, bescheinigte ein hervorragendes Ergebnis der Restaurierung unserer Glocken.

Der Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz
Jürgen Förster (Vorsitzender), Pfarrer Karsten Loderstädt (Pfarramtsleiter und stellv. Vorsitzender)

Zur Information
Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Sparkassen Sachsens, Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsen-Anhalts. Seit ihrer Errichtung im Jahre 1995 hat die Stiftung gemeinsam mit den Sparkassen vor Ort 1.510 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von rund 54 Millionen Euro unterstützt.

Davon wurde allein im Freistaat Sachsen für 571 Projekte eine Gesamtsumme von mehr als 21 Millionen Euro bereitgestellt. Die für die Projekte erforderlichen Finanzmittel werden aus Erträgen des Stiftungsvermögens, dem überörtlichen Zweckertrag der Sparkassenlotterie „PS-Lotterie-Sparen” und den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen aufgebracht.

Die Sparkassenorganisation unterstreicht damit ihre Rolle als größter nicht-staatlicher Kulturförderer in Deutschland.

Service Turmöffnungszeiten:
Das erste Geläut erklingt am Ostersonntag, 8.4.2012 nach der Osternachtsfeier (Beginn 5 Uhr) um 6 Uhr. Jedermann ist eingeladen, das Geläut auf dem Kirchturm mitzuerleben.
Darüber hinaus kann das Geläut nach dem Festgottesdienst am Ostersonntag miterlebt werden.
Der Kirchturm der St. Annenkirche ist am Ostersonntag und am Ostermontag von 13:30 – 17 Uhr und in den Osterferien werktags von 10-17 Uhr und am Sonntag von 13:30-17 Uhr geöffnet.
Die reguläre Öffnungszeit beginnt ab 28. April 2012 zu folgenden
Zeiten:
werktags 10-17 Uhr sowie sonntags und an kirchl. Feiertagen 13:30-17 Uhr

Martin Lange, Verwaltungsleiter
03733 4269926
Martin.Lange@evlks.de

Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz Kleine Kirchgasse 23
09456 Annaberg-Buchholz
Telefon 03733 23190
Anmeldung Kirchenführung 03733 4269922
Telefax 03733 288577
kg.annaberg-buchholz@evlks.de
www.kirche-annaberg-buchholz.de
www.annenkirche.de
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Mrz 07 2012

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Rückkehr der Glocken von St. Annen steht bevor

Glocken von St. Annen während der Restaurierung in Nördlingen (Foto: Kirchgemeinde)

Glocken von St. Annen während der Restaurierung in Nördlingen (Foto: Kirchgemeinde)

Pressemitteilung (Auskunft erteilt: Martin Lange, Verwaltungsleiter):

Turm und Glocken der St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz
Generalrestaurierung kulturhistorischer Schätze
Bauabschluss am 18.3.2012

Am Turm der Annenkirche in Annaberg-Buchholz, einem Sakralbau von europäischem Rang, kann die Generalrestaurierung abgeschlossen werden. Bereits im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Arbeiten am Turm, am Glockenstuhl, am Mauerwerk und am Turmrundgang durchgeführt. In diesen Tagen gehen nun die letzten Arbeiten im Zuge der Restaurierung des wertvollen historischen Geläutes zu Ende.
Wesentliche Ziele waren die Sicherung des geschichtsträchtigen Bauwerks aus dem 16. Jahrhundert, die Wiederherstellung des Originalklangbildes des Geläuts, das zu den wertvollsten Bronzegeläuten Deutschlands zählt, eine verbesserte Statik, die Rekonstruktion der Glockenstube und die Abdichtung des Bauwerks.
Die Glocken der St. Annenkirche sind 1814 – ein Jahr nach dem verheerenden Brand im Turm der Kirche – durch den Dresdner Glockengießer Friedrich August Otto gefertigt worden. Heute blicken wir auf eine wechselvolle Geschichte der Glocken zurück.
Durch die besonderen gesellschaftlichen Umstände um 1814 und nachfolgende Kriege, bis in das verg. Jahrhundert hinein, sind aus dieser Zeit nur sehr wenige Glocken in sächsischen Kirchtürmen zu finden.

Das Geläut in St. Annen ist von besonderer denkmalpflegerischer und künstlerischer Bedeutung und gehört zu den 30 sächsischen erhalten gebliebenen einheitlichen historischen Bronzegeläuten mit drei oder mehr Glocken ein und desselben Gießers.
(Dr. Rainer Thümmel)

Umbauarbeiten 1890, Abgabe und Rückkehr zweier Glocken im 2. Weltkrieg und der Zahn der Zeit sind einige der Ursachen, die jetzt eine denkmalgerechte Sanierung erforderlich gemacht hatten, um die Glocken der Nachwelt zu erhalten. So begannen wir zu Ostern 2011 mit der Abnahme der Glocken vom Turm die Bauarbeiten, die wir eigentlich bereits zum Reformationsfest 2011 abschließen wollten.

Durch unvorhergesehene technische Schwierigkeiten ist unser ehrgeiziger Plan zur Fertigstellung im Oktober verg. Jahres nicht umsetzbar gewesen. Es hat sich heraus gestellt, dass die hohen Ansprüche an eine denkmalgerechte, dauerhafte und dem historischen Bestand angemessene Schaffung neuer Kronen für unsere Glocken zu deutlich längeren Bearbeitungszeiten führten, als allgemein erwartet.
Inzwischen können wir Ihnen mitteilen, dass die hohen Hürden genommen sind – die Kronen in hervorragender Ausführung und fachlich umfassend geprüft auf die Glocken geschweißt wurden. Das rein optische Ergebnis zeigt eine verblüffende Ähnlichkeit mit der originalen Musterkrone aus Leuben. Die Schäden an den Glocken sind restauriert und wir erwarten nun die Rückkehr für Sonntag, 18. März 2012.

Wir planen für den Sonntag Lätare, 18. März 2012 folgenden Ablauf, und würden uns freuen, wenn Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten auf das besondere Ereignis hinweisen. Außerdem wäre es uns eine Ehre, Sie in Annaberg-Buchholz begrüßen zu dürfen.

09:00 Uhr Gottesdienst mit dem Kurrendemusical „Der verlorene Sohn“ in der St. Annenkirche
Ausführende sind die Kurrenden aus unserer Gemeinde, sowie aus Mildenau und Sehma.
Anschließend: Einholen der Glocken durch die Kinder der Gemeinde, die in einer kleinen Prozession den Tieflader, der die Glocken zur Kirche bringt, am Markt abholen.
Etwa 10:30 Uhr beginnt die Glockenweihe auf dem Oberen Kirchplatz und das Aufziehen der Glocken auf dem Turm.

Danach laden wir alle Sponsoren und Unterstützer und alle an der Vorbereitung, Planung, Genehmigung und am Bau Beteiligten sowie die Medienvertreter zu einem Empfang in den Saal der Erzgebirgssparkasse direkt gegenüber der St. Annenkirche ein.

Am Montag, 19.03.2012 wird dann das Baumaterial für den Glockenstuhl auf den Turm gezogen, der in der Glockenstube aufgebaut wird und in den anschließend die Glocken montiert werden.

Das erste Geläut ist vorgesehen für Ostersonntag, 08. April 2012
Wir beginnen um 05:00 Uhr mit einer Osternachtsfeier in der St. Annenkirche
Um 06:00 Uhr ist dann das Ostergeläut zu hören, das durch die Mitglieder des Turmfördervereines per Hand geläutet wird. Dabei hat Jedermann die Gelegenheit, die fertige Sanierung, den Turm und das Läuten anzusehen und mitzuerleben.
09:00 Uhr beginnt am Ostersonntag der Festgottesdienst in der St. Annenkirche.

Freundlich grüßt mit herzlichem Dank für Ihr Engagement
Der Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz
gez. Jürgen Förster, Vorsitzender
gez. Pfarrer Karsten Loderstädt, Pfarramtsleiter und Stellvertretender Vorsitzender

Kontaktdaten Kirchgemeinde und Bauleiter:
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz
Kleine Kirchgasse 23 – 09456 Annaberg-Buchholz
Telefon 03733 23190 – Telefax 03733 288577 – E-Mail KG.Annaberg-Buchholz@evlks.de

Bauleiter:
Ingenierbüro Frank Seidel IBFS
Farbegasse 1 – 09456 Annaberg-Buchholz – Telefon 0171 4612960

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Feb 23 2012

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Nur noch vier Tage…

Abgelegt unter Annaberg-Buchholz,Video

…ist die Eisarena Erzgebirge auf dem Annaberger Marktplatz geöffnet. Also ihr Kufenflitzer, nutzt diese Zeit und lasst euch auf’s Glatteis führen. :-)
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