Apr 23 2012
Der Kampf des Frühlings auf dem Bärenstein im Erzgebirge um einen Spielplatz
Wie es an Wochenenden so ist, der Frischluftbedarf wird auf den Bergen der näheren Umgebung unserer Heimat zugeführt. Der Bärenstein war an der Reihe und wir wollten dort den Stand des Frühlings 2012 erkunden. Die Mütze war angebracht und ansonsten pfiff der Wind von den noch schneebedeckten Keil- und Fichtelberg recht ordentlich in die Wipfel. Uns begrüßte der geschnitzte Bär an der Auffahrt zum Plateau und so dachten wir weiteres Neues schauen zu können.
Kein Zweifel, der Erzgebirgsverein sorgt für geschnitzten Bär und Bergkreuz, so auch für Bänke. Alles fein. Aber ansonsten ist der Unterhaltungswert dieses Gipfels für Kinder auf dem Nullpunkt in der Liste der Vergnügungsfaktoren. Vor Jahren, wir haben noch Bilder davon, gab es hinter dem Berggasthaus einen angedeuteten Kinderspielplatz, der Jahr um Jahr an Attraktionen abnahm. Heuer gibt es dort eine Rasenfläche und hoffentlich die Idee Kinderwelten zu erschaffen?
Es ist kindertechnisch gesehen, deprimierend auf unseren Bergen. Weder auf dem Fichtelberg, dem Pöhlberg, dem Bärenstein oder auf dem Scheibenberg gibt es ausreichende Spielangebote für unsere Kinder. Warum eigentlich nicht?
Das widerspiegelt in diesem Fall auch die Webseite der Berghotels. Kein Hinweis auf kinderfreundliche Angebote oder fröhlicher Wandersleute oder Familien auf dem Berg. Dabei hängt in der Gaststube ein Bild mit der Aufschrift “Auf Berges Höh´n ist ewig schön.” Eine Bulldogge schaut traurig aus einem Verschlag und ein Esel müht sich seit Jahren um Aufmerksamkeit in seinem Geviert und leidet wohl auch am gebrochenem Herzen.
Ich bin ja kein praktizierender Pessimist und wir schauen uns die Welt im wirklichen Leben an, wir waren im vergangenen Jahr in Tirol in Österreich. Kinderfreundlichkeit wohin mann/frau schaut. Die Berggipfel sind Familienparadiese und dort hält es Jung & Alt den ganzen Tag aus, und so sieht es da zum Beispiel in Ellmis Zauberwelt aus – oder hier auf Facebook:
Das kann ich mir auch gut für unsere Berge vorstellen. Aber hier oder auf dem Fichtelberg muss man Sorge tragen, nicht von einem Auto um gefahren zu werden. Und von allein kommt halt nichts. Und es treibt uns um zu erfahren, wie ähnliche Konzepte im Erzgebirge realisiert werden können oder könnten. Stellen Sie sich vor, den wunderschönen Spielplatz mit WLAN-Anbindung von Stollberg auf einen unserer Berge gebaut. Die Berggasthäuser könnten sich vor Besuchern nicht retten
Wie sehen Sie das so? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht?
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